Interview zum Thema Berufsunfähigkeit

Jeder vierte Erwerbstätige scheidet vorzeitig aus dem Berufsleben aus. 2013 war jeder dritte Betroffene noch keine 50 Jahre alt. Die Gründe: In erster Linie psychische Erkrankungen, gefolgt von Erkrankungen an Skelett, Muskeln und Bindegewebe. Wie man sich zumindest finanziell gegen dieses Risiko absichern kann, erläutert Philipp Behr, örtlicher Versicherungsexperte der Continentalen Landesdirektion Behr.

 

Herr Behr, was versteht man unter Berufsunfähigkeit?

Philipp Behr: Einfach gesagt, berufsunfähig ist, wer aus gesundheitlichen Gründen auf Dauer nicht mehr in seinem zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten kann. Die gesetzliche Rentenversicherung verwendet allerdings den Begriff Erwerbsminderung. Hier ist nicht der ausgeübte Beruf Maßstab, sondern das verbleibende Restleistungsvermögen, um irgendeine berufliche Tätigkeit auszuüben.

Was bedeutet das?

Philipp Behr: Das heißt, Beruf, Einkommen und Erfahrung des Betroffenen spielen keine Rolle, sondern nur, ob er überhaupt noch arbeiten kann. Also ein Handwerker, der aufgrund von Rückenbeschwerden nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, könnte dann gezwungen sein, zum Beispiel als Pförtner zu arbeiten. Nur wer vor dem 2. Januar 1961 geboren worden ist, genießt noch echten Berufsschutz.

Erhalte ich denn finanzielle Unterstützung vom Staat?

Philipp Behr: Ja, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Doch selbst dann reicht die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht aus. Ein Beispiel: Ein Mann, der 2.500 Euro brutto verdient und in der Vergangenheit immer durchschnittlich verdient hat, würde nur rund 760 Euro volle Erwerbsminderungsrente erhalten. Das sind gerade mal 30 Prozent seines letzten Bruttogehalts. Und die volle Erwerbsminderungsrente erhält er auch nur, wenn er weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann. Kann er noch drei bis unter sechs Stunden täglich arbeiten, gibt es nur noch die halbe Erwerbsminderungsrente, also nicht mal 380 Euro. Wer täglich noch sechs und mehr Stunden arbeiten kann, erhält gar nichts.

Für wen ist private Absicherung besonders wichtig?

Philipp Behr: Mit weniger als einem Drittel des ursprünglichen Bruttogehalts kann niemand seinen Lebensunterhalt bestreiten. Besonders hart trifft es Menschen, die nicht rentenversicherungspflichtig sind – zum Beispiel Hausfrauen oder Selbstständige. Auch Berufsanfänger sollten frühzeitig privat vorsorgen: Denn sie haben in der Regel erst nach fünf Jahren einen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente vom Staat. Deshalb empfehle ich, bereits in jungen Jahren privat vorzusorgen. Die Continentale bietet mit der Continentale PremiumBU einen erstklassigen Schutz zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis und mit umfassendem Service. Für Berufsstarter, Auszubildende und Studenten im Alter von 15 bis 35 Jahren ermöglicht die Continentale PremiumBU Start einen besonders günstigen Einstieg. Für Kinder ab zehn Jahren können Eltern mit der Schülervariante sogar noch früher den Grundstein für die Vorsorge legen.

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